Katastrophenschutzübung erfolgreich beendet

Die Schutzanzüge lassen sich nur mit Unterstützung anlegen

Am 8. November fand die Katastrophenschutzgroßübung Mensura 2014 statt. Teilgenommen haben rund 200 Einsatzkräfte, Beobachter und Schiedsrichter aus den Landkreisen Wetterau, Main-Kinzig, Main-Taunus und Darmstadt-Dieburg.

„Die Übung von Mess- und Probenahmen durch die Mitglieder des Katastrophenschutzes war ein voller Erfolg, wie auch die Beobachter des Regierungspräsidiums und des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport als obere und oberste Katastrophenschutzbehörden bestätigten“, freute sich Landrat Joachim Arnold als zuständiger Dezernent für den Katastrophenschutz.

Im Rahmen der Übung wurde ein Gefahrgutunfall eines mit 2.000 Litern Ammoniak gefüllten Tanklasters angenommen. 1.000  Liter sind ausgelaufen und haben sich verbreitet.  Aufgabe der angeforderten Einsatzkräfte war vor allem die Messung des ausgetretenen Gefahrstoffs, die Sicherung der Unfallstelle und die Bergung des Gefahrstoffs. Geübt wurde mit Sicherheitsschutzanzügen die nach der Übung dekontaminiert wurden.

Die Übung in der Wetterau war die erste ihrer Art im Regierungsbezirk Darmstadt und diente dazu, die neu eingeführte Dienstvorschrift bei Gefahrstoffunfällen des Hessischen Katastrophenschutzes zu erproben.

Die Gesamteinsatzleitung für die Übung hatte Kreisbrandmeister Matthias Meffert von der Freiwilligen Feuerwehr Bad Vilbel. „Mit der heutigen Übung haben wir wichtige Erkenntnisse gewonnen. Das Zusammenwirken der verschiedenen Kräfte hat sehr gut geklappt, da wo sich  noch Schwachpunkte offenbart haben, werden wir nachbessern.“

Der schnelle und professionelle Einsatz des Dekontaminierungstrupps hob Dr. Reinhold Merbs, Leiter des Fachbereichs Gesundheit, Veterinärwesen und Bevölkerungsschutz in der Kreisverwaltung hervor. „Ich bin zufrieden, das Zusammenwirken von Einheiten aus unterschiedlichen Landkreisen hat gut geklappt. Wir haben ein Szenario geprobt, das wir hoffentlich nie erleben werden müssen.“

Landrat Joachim Arnold, der wegen eines anderen Termins die Übung nicht begleiten konnte, ließ sich über Ablauf und Ergebnis der Übung unterrichten.

„Ich bin beeindruckt, wie leistungsstark  unsere ehrenamtlichen Kräfte solch ein Szenario professionell und engagiert bewältigt haben. Das ist Gefahrenabwehr auf höchstem Niveau. Da steckt viel Wissen, Erfahrung und Training dahinter. Die Katastrophenschutzeinheiten in der Wetterau und in den anderen beteiligten Landkreisen sind gut für den Ernstfall aufgestellt. Nur wenn man rechtzeitig solche Szenarien übt, ist man gut auf den Ernstfall vorbereitet“, so Landrat Arnold.

veröffentlicht am: 10. November 2014

 
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