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Wetterauer Katastrophenschützer bildeten sich fort

Alle Teilnehmer, Ausrichter und Fahrzeugbesatzungen zum aktuellen Seminar in Blofeld

Alle Teilnehmer, Ausrichter und Fahrzeugbesatzungen des aktuellen Seminars in Blofeld

Wetteraukreis (pdw). Am vergangenen Samstag ging der bereits zwanzigste Lehrgang der Wetterauer Katastro-phenschutz-Grundausbildung erfolgreich zu Ende. Gast-geber war diesmal der 17. Löschzug in Blofeld. 25 Teil-nehmerinnen und Teilnehmer aus allen Teilen des Wetter-aukreises und allen Fachdisziplinen des Katastrophen-schutzes hatten sich im Feuerwehrhaus des östlichsten Reichelsheimer Stadtteils an drei Unterrichtsabenden und einem „Praxistag“ umfassende Kenntnisse aus dem Kata-strophenschutzwesen angeeignet. Landrat Jan Weckler fasste seine Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement der Katastrophenschützer im Wetteraukreis so zusammen: „Im Katastrophenschutz des Wetteraukreises leisten alle Helferinnen und Helfer der Gefahrenabwehr einen unverzichtbaren Zusatzdienst. Dieses Seminar sucht seinesgleichen und bereitet die Einsatzkräfte noch besser auf die besonderen Anforderungen im Katastrophenschutz vor.“

15 Themengebiete umfasst die Stundentafel des Seminars, das an drei Wochentagsabenden (montags, mittwochs und freitags) in theoretischer und am Samstag als letztem Lehr-gangstag in praktischer Form absolviert wird. Von ABC-Gefahren an der Einsatzstelle, Presse- und Medienarbeit, Einsatzoptionen des Kreisauskunftsbüros und des Gefahreninformationstelefons, Organisation und Aufgaben des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr und der Notfallseelsorge über Genfer Konventionen, Kartenkunde, Infektionsprävention, THW-Organisation und Gliederung des Katastrophenschutzes bis hin zur Einsatzlehre, Sanitätseinweisung, einer Auffrischung von Reanimationstechniken nach den Regeln des European Resuscitation Council (ERC; dt. Europäischer Rat für Wiederbelebung) und natürlich der so genannten „Stationsausbildung“ reicht das gesamte Repertoire des Seminars, das hessenweit immer noch ohne Vergleich ist.

Die Fahrzeugausstellung am Samstag auf dem Gelände rund um das Feuerwehrhaus in Blofeld diente als Grundlage der „Stationsausbildung“. In Gruppen ziehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Ausstellung, die nach Fachdisziplinen im Katastrophenschutz gegliedert ist, und lernen dabei Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten aller Katastrophenschutz-Fahrzeugtypen kennen. Das ist auch die Grundidee dieses bislang einzigartigen Fortbildungsangebotes, das bereits seit 2004 an wechselnden Orten im Wetteraukreis veranstaltet wird. Stets ist dabei die Trägerorganisation einer KatS-Einheit der Ausrichter. Aktuell war es die Freiwillige Feuerwehr Blofeld bzw. der 17. Löschzug Reichelsheim.

Landrat Jan Weckler begrüßte dann auch den interdisziplinären Grundgedanken des Seminars und gab seiner Freude Ausdruck, dass sich so viele Menschen ehrenamtlich in den zusätzlichen Dienst des Katastrophenschutzes stellen und damit für die Wetterauer Bevölkerung im Einsatzfalle auch Gesundheit und Leben aufs Spiel setzen würden. Er dankte insbesondere allen Beteiligten für die Ausrichtung des Lehrganges und rief zudem alle Organisationen dazu auf, auch weiterhin den Katastrophenschutz des Wetteraukreises tatkräftig zu unterstützen.

Die Lehrgangsteilnehmer/innen waren: Farah Mahmoud (Gefahreninformationstelefon Wetteraukreis); Gero Fleischer, Jan-Torben Stoll, Kay Koburger und Dieter Koburger (alle 4. Löschzug Echzell); Moritz Gebler (THW Friedberg), Marian Emrich (GABC-Dekonstaffel Ortenberg); Chris Hinkel, Michael Smidt, Tim Gerken und Hans-Jürgen Gerken (alle 9. Löschzug Altenstadt); Rüdiger Schwaninger, Markus Brückel und Thomas Wießner (alle 19. Löschzug Münzenberg), Patrick Tarant (5.Löschzug Niddatal); Celina Mpliaggos und Marcel Schumann (beide 1. Sanitätszug Butzbach/Altenstadt); Paul Ernst (Wasserrettungszug Butzbach); Markus Malcher, Jessica Dirlamm und Jochen Dechert (alle 16. Löschzug Ranstadt); Yasmin Ludwig und Jonas Traud (beide 2. Betreuungszug Bad Nauheim) sowie Norbert Zinn (10. Löschzug Limeshain).

Dem „KatS-Lehrteam“ gehörten als Referentinnen und Refe-renten an: Ralf Höhmann (FF Friedberg), Sabine Vetter (Gefahreninformationstelefon Wetteraukreis), Ingo Fechtner (DRLG), Norbert Gerlach (DRK KV Friedberg), Jörn Hassels und Felix Wenzel (beide ASB Karben), Christoph Valentin (THW Friedberg), Dennis Knau (Fachdienst Gesundheit Wetteraukreis), Alexander Heise (Rettungsdienst Mittelhessen), Gregor Rettinghaus (Notfallseelsorge Wetteraukreis), Thomas Meißner (Kreisverbindungskommando Wetterau der Bundeswehr), Karlheinz Weinert und Ulrich Schäfer (beide DRK KV Büdingen) und Hagen Vetter, der als Sachbearbeiter Zivilverteidigung und Katastrophenschutz beim Wetteraukreis die Gesamtleitung innehatte.

veröffentlicht am: 14.05.2019

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